Der Entwicklung des Wohnquartiers südlich der ehemaligen Justizvollzugsanstalt „Ulmer Höh’“ in Düsseldorf-Derendorf ging ein Architekturwettbewerb voraus, den die Eigentümer DORNIEDEN Gruppe und wvm Gruppe auslobten. Ziel des Verfahrens war es, auf den frei gewordenen Flächen neuen Wohnraum zu schaffen und auf Grundlage des bestehenden städtebaulichen Konzepts unterschiedliche Wohnformen und Wohntypologien innerhalb eines qualitätsvollen Geschosswohnungsbaus zu entwickeln.
Der erste Platz ging an das Architekturbüro Damrau-Kusserow aus Köln. Die Fachjury entschied einstimmig, dass das städtebauliche Grundgerüst des Siegerentwurfs Grundlage für die weitere Entwicklung sein soll. Darüber hinaus sprach das Preisgericht die einstimmige Empfehlung aus, die beiden zweitplatzierten Kölner Büros 3pass Architekten und Molestina Architekten mit einem einzelnen Baustein auf Grundlage des ersten Preisträgers zu berücksichtigen. „Das bringt eine architektonische Vielfalt ins Quartier“, betont der renommierte Architekt Prof. Johannes Kister, der als stimmberechtigtes Mitglied mit in der Fachjury vertreten war. Insgesamt sieben Architekturbüros wurden zum Verfahren eingeladen und präsentierten ihre Entwürfe.
Auf Grundlage des prämierten Entwurfs entstand ein qualitätsvolles Wohnquartier mit sechs Mehrfamilienhäusern und insgesamt 195 Wohneinheiten. Das von der DORNIEDEN Gruppe und der wvm Gruppe realisierte Ensemble verbindet unterschiedliche Wohnformen und integriert sowohl geförderten als auch preisgebundenen Wohnraum mit einem Anteil von jeweils 20 Prozent.
Die Neubebauung wird durch zwei Tiefgaragen sowie eine Kindertagesstätte ergänzt und zeichnet sich durch eine klar strukturierte Freiraumgestaltung aus. Großzügige Grünanlagen und zwei Spielflächen – eine davon in die Kita integriert – schaffen vielfältige Aufenthalts- und Begegnungsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Ein umfassendes Angebot an Fahrrad- und Kinderwagenstellplätzen sowie die Unterbringung des ruhenden Verkehrs in den Tiefgaragen tragen zu einem weitgehend autofreien Wohnumfeld bei. Die Verbindung von hochwertig gestalteten Freiräumen, sozialer Infrastruktur und differenzierten Wohnangeboten verleiht dem Quartier eine hohe städtebauliche und wohnräumliche Qualität.